Lina do Carmo

Die Choreografin und Tänzerin Lina do Carmo lebt und arbeitet seit vielen Jahren sowohl in
Deutschland als auch in Brasilien. Nach einer Ausbildung als Schauspielerin und Tänzerin in Brasilien und den USA studierte Lina do Carmo in Paris Pantomime bei Marcel Marceau (Diplôme de Mimodrame). Die unterschiedlichen Körpertechniken paart sie mit ihren brasilianischen Wurzeln zu
einer einzigartigen organischen Bewegungssprache, mit der sie zahlreiche abendfüllenden Solos
und Ensembleproduktionen gestaltete, z.B. "VICTORIA REGIA – A Fiction from Amazonas" (1990),
"FUGITUS" (1994); "CAPIVARA" (1997), "ARUANÃZUG" (1999).
Mit ihren Solo-Stücken gastierte Lina do Carmo auf internationalen Festivals und in Theatern in
Deutschland, Österreich, Italien, Frankreich, Portugal, Polen, Lichtenstein und natürlich Brasilien.
Lina do Carmo unterrichtet ebenfalls, z.B. am Tanzhaus NRW in Düsseldorf, bei der Tanz Woche Wien, an
der Ecole de Mimodrame de Paris, der Ohio University, auf Festivals, in Brasilien an Universitäten
und in Tanzzentren.
Aufgrund ihres kulturellen und politischen Engagements für die Entwicklung sozialer Veränderungen im Landesinnern wurde sie für den »Prêmio Multicultural Estadão«, den bedeutendsten
brasilianischen Kulturpreis, nominiert.
Zwischen Deutschland und Brasilien pendelnd versucht Lina do Carmo, in ihren Aktivitäten innovative Kunst, prähistorisches Erbe und machtvolle Natur miteinander zu verbinden. Nach der erfolgreichen zweiten Auflage des Festivals INTERARTES ging sie 2004 mit Unterstützung des
Kulturpreises CARAVANA FUNARTE mit ihrem Solo-Tanz »Capivara« auf eine Brasilientournee.
Seit 2005 engagiert sich Lina do Carmo auch in Deutschland bei Projekten für Kinder und Jugendliche, z.B. "Dance Meets Identity", "180 Grad Drehung" mit dem Landesbüro nrw TANZ in
Schulen oder mit der KölnMusik GmbH Vivaldi, "Die Vier Jahreszeiten", getanzt in der Kölner
Philharmonie. Zudem gilt ein besonderes Augenmerk ihrer künstlerischen Arbeit seit langem der
Schnittstelle von Tanzchoreographie und Metaphysik. So kommuniziert Lina do Carmo auch bei
ihrer jüngsten, 2007 erfolgreich in Köln uraufgeführten Solo-Choreographie "Viajante da Luz –
Lichtreise" den Tanz als Erfahrung der Seele – nicht als reine Performance, sondern als Quelle
des Bewusstseins für den Menschen.
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